Was spricht Für & Gegen die Ausländerbegrenzung in der Süper Lig?

Türkische Nationalmannschaft: Spielplan für Mai & Juni 2018
Foto: vlad1988 / Shutterstock.com

Aktuell wird diskutiert, ob die Ausländerbegrenzung in der türkischen Süper Lig wieder eingeführt werden soll. Wir haben einige Punkte für euch zusammengefasst, die für und gegen eine Begrenzung sprechen.

Argumente FÜR Ausländerbegrenzung

  • Es sind mehr türkische Spieler im Kader und in der Startelf. Dadurch könnten die türkischen Spieler mehr Spielpraxis bekommen.
  • Da es nun mehr türkische Spieler gibt, hat der Nationaltrainer einen größeren Spielerpool aus dem er auswählen kann. Zu diskutieren: Ist Qualität oder Quantität wichtiger? Wahrscheinlich eher Qualität.
  • Bedachte Ausländertransfers: Die Mannschaften dürfen nur eine begrenzte Anzahl an Ausländer spielen lassen. In der Theorie dürften die Mannschaften dann nur qualitative ausländische Transfers machen. (Bsp.: Bei so einer Regelung hätte Fenerbahce Kameni sehr wahrscheinlich nicht verpflichtet – oder Galatasaray vergangene Saison Carrasso)

Argumente GEGEN Ausländerbegrenzung

  • Durchschnittliche türkische Spieler würden überwertet werden. Für die selbe Ablösesumme könnte man bessere ausländische Spieler verpflichten.
  • Mehr Ausländer bedeutet gleichzeitig mehr Konkurrenz für die türkischen Spieler. Türkische Spieler müssten nun mehr leisten, um einen Platz in der Stammelf zu bekommen. Dadurch könnten sie sich weiterentwickeln.
  • Lerneffekt: Die inländischen Spieler können von besseren ausländischen Spielern dazulernen
  • Die türkischen Spieler lernen den Umgang mit ausländischen Spielern. Sollten sie später nach Europa wechseln, könnten sie sich wahrscheinlich schneller einleben.
  • Die türkischen Vereine wären in Europa konkurrenzfähiger. In den Top Ligen Europas gibt es keine strikte Ausländerbegrenzung.
  • Echte türkische Talente können von den überbewerteten türkischen Spielern unterschieden werden, da diese trotz Ausländer im Kader in der Startelf spielen (z.B. Deniz Türüc und Yusuf Yazici)
  • Leistungsprinzip: Wer mehr leistet, spielt öfter und verdient mehr.
  • Gerechtigkeit nicht gewährleistet: Die Trikotvergabe für die Stammelf wäre bei einer Begrenzung unfair. Beispiel: Obwohl ein ausländischer Spieler besser ist als ein türkischer Spieler, darf der türkische Spieler von Anfang an spielen. Sowohl der türkische als auch der ausländische Spieler hätten keine Motivation sich noch mehr anzustrengen.
  • Der türkische Fußballverband könnte seine Glaubwürdigkeit verlieren. Vor 2 Jahren wurde die Begrenzung aufgehoben. Vom Verband erwartet man, dass er durchdachte und langfristige Entscheidungen trifft. So eine Änderung nach 2 Jahren wäre fragwürdig.
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